Roches Kritik an übertriebenen Hygieneauffassungen verhallt ungehört: Für 98 Prozent ist ausgiebige Körperhygiene vor
dem ersten Date Pflicht

Hämorrhoiden, öffentliche Toiletten und Analfissuren – wie schon das Buch Jahre zuvor spaltet
jetzt auch die Verfilmung von Charlotte Roches Bestseller “Feuchtgebiete” die Gemüter in Deutschland. Der Film und vor allem
seine Protagonistin Helen Memel zeigen eine vollkommen entgegengesetzte Wirkung auf Männer und Frauen. Das haben die
Macher der Flirt- und Social-Discovery-App Lovoo in einer Blitzumfrage unter 1.000 Nutzern herausgefunden. Trotz
nachlässiger Hygiene und ihrer Vorliebe für Körperflüssigkeiten ist sich die Mehrheit der befragten Männer (61 Prozent) einig:
Die Filmheldin Helen Memel ist heiß und sexuell anregend. Bei den Frauen hinterlässt die Protagonistin mit der Vorliebe für
Avocadokerne einen anderen Eindruck. Mehr als die Hälfte der Frauen (55 Prozent) findet sie widerwärtig und verspürte nach
dem Film keinerlei Lust auf traute Zweisamkeit.

Doch obwohl ein Großteil der Männer und immerhin 45 Prozent der Frauen Helens offenen Umgang mit ihrem Körper
stimulierend finden, hat dies keine Auswirkungen auf das eigene Verhalten. Bei der Frage nach den eigenen Gewohnheiten vor
einem Date gab die überwältigende Mehrheit beider Geschlechter (98 Prozent) an: Körperhygiene und Intimrasur vor dem
romantischen Tête-à-tête sind Pflicht und keine Kür. Charlotte Roche selbst kritisiert mit Feuchtgebiete unter anderem die
übertriebenen Reinlichkeitsvorstellungen in unserer Gesellschaft. Die Botschaft des Films ist im Alltag der Fans wohl noch nicht
angekommen.